Bildungsdepartement wünscht keine sexuelle Aufklärung für das Wallis?

In einem Brief an alle Schuldirektionen verfügt der Walliser FDP-Staatsrat Claude Roch, «umgehend mit der notwendigen Subtilität dafür zu sorgen, dass die Internetadressen des Kapitels Liebe und Sexualität aus der Publikation „Vehüterli“ mittels Tipex oder anderer solider Klebematerialen eliminiert werden». Es geht um Links wie www.feelok.ch, www.tschau.ch, www.lilli.ch oder www.mysize.ch. Allesamt klären sie Jugendliche in Sachen Sex auf. Und mehr. Auf www.feelok.ch gibts Anleitungen zur vergnüglichen Selbstbefriedigung. Und auch www.lilli.ch dient mit sogenannten Erregungstechniken.

Adjunkt Marcel Blumenthal stösst ins gleiche Horn: «Das ist nicht die Sprache, die wir auf unseren Schulen wollen. Die Internetseiten sind viel zu offen, gehen zu sehr ins Detail.» Das freilich haben Roch und Blumenthal nicht selbst herausgefunden, sondern die IG Sorgfalt. Ganz nach Namensmotto spürte die rechtsorientierte Bürgerinitiative die unsittlichen Passagen im Internet auf. «Die Kinder werden als sexuelle Menschen dargestellt. Dabei sind sie doch völlig überfordert damit und verstehen gar nicht, worum es geht», sagt Monika Bayard (54) von IG Sorgfalt. «Es ist schlimm, dass in einem Lehrmittel die Abtreibung als ‹Absaugen der Gebärmutter› erklärt wird». Die Hauswirtschaftslehrerin fordert: «Weg mit dem Lehrbuch, sonst machen wir in zehn Jahren Prävention für sexsüchtige Jugendliche.»

Doch das Buch ist an den Walliser Schulen bereits verteilt, das Kind in den Brunnen gefallen.
Jetzt hilft nur noch Tipp-Ex, meinen Walliser Staatsrat und Adjunkt.

blick.ch

Dem ist nichts hinzuzufügen, sonst klebt plötzlich noch Tippex an Herr Rochs Bildschirm!

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