Das Wallis und der Tierschutz

Jaja, da ist mal wieder eine ganz ganz dreckige Geschichte aus dem Schnee gezaubert worden. Und der Zeitpunkt dafür könnte nicht besser sein, wo doch der gute alte Bund erst kürzlich versicherte, dass doch alles blitzeblank sei 😉

Zwei Männer haben ihre Schafe auf einer Alp verhungern lassen. Sie wurden deshalb vom Zentralwalliser Untersuchungsrichter zu je 600 Franken Busse verurteilt. Dies meldete der Walliser Radiosender Rhône FM am Dienstag.

Alain Cottagnoud, Präsident der Walliser Liga für den Tierschutz (LVPA), bestätigte den Sachverhalt gegenüber der Nachrichtenagentur SDA und zeigte sich empört über das milde Urteil.

Am 4. Juli 2006 waren bei Derborence Kadaver von 15 Schafen gefunden worden. Deren Besitzer, die keine professionellen Züchter sind, hatten den Schafen zwar Ende Juni 2005 Futter gebracht, die Tiere aber im Herbst nicht wieder von der Alp genommen. Die Schafe verhungerten über den Winter.

Aus diesem Grund reichte die LVPA noch im Juli 2006 eine Strafanzeige gegen die Besitzer ein. Im September folgte das Kantonale Veterinäramt der LVPA und zeigte die Männer ebenfalls an.

Ich kann mich noch an mein in mich gekehrtes Grinsen erinnern als mir Frau Leuthards Worte zum Tierschutzanwalt in Erinnerung kamen. Nicht zuletzt weil ich mich auch daran erinnern konnte, wie der Präsident des Oberwalliser Landwirtschaftskammer miteinstimmte. Der gute Mann könnte in den nächsten Tagen etwas schlechter schlafen denn die ganze Schweiz blickt nun kopfschüttelnd gen Süden 😉

Der Fall mit den beiden Schäfern könnte schon fast ein politisches Manöver sein, um den Leuten im Wallis klarzumachen, dass diese Initiative in unserem Kanton dringend gebraucht wird. Ich will keine Namen nennen. Nicht zuletzt hat das Wallis negative Schlagzeilen gemacht durch den Abschuss einer bedrohten Tierart. Aber es ist noch keine 2 Wochen her, da durfte ich erfahren dass im Mittelwallis ein Hundevergifter sein Unwesen  trieb.

In diesem Beitrag spricht übrigens der Tierarzt, der sich um unseren Haarigen Begleiter Bobby kümmert. Ich kann seine Kompetenz nur bestätigen!

Die Walliser Medien versuchen die Leute für die Thematik zu sensibilisieren. Wollen wir nur hoffen dass  es gehört wird, denn genau diese Fälle zeigen deutlich, dass da mehr passieren muss.

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