Ein Hoch auf den Weltbildungstag! Teil 3: Tod dem Analphabetismus!

poster_297494_zAls Alphabetisierung bezeichnet man den Prozess der Vermittlung der Lesefähigkeit sowie der Schreibfähigkeit. Am 8. September jeden Jahres feiern wir die menschlichen Errungenschaften, die auf der ganzen Welt mit der Alphabetisierung einhergehen!

Zahlreiche Zeugnisse aus verschiedenen Kontinenten sowie die Begegnungen, zu denen ich während meiner apostolischen Reisen Gelegenheit hatte, bestärken meine Überzeugung, daß dort, wo es Analphabetismus gibt, mehr als anderswo Hunger, Krankheiten, Kindersterblichkeit und auch Erniedrigung, Ausbeutung und Leiden aller Art herrschen.“

1994 Papst Johannes Paul II

Es gilt das sinnfreie Feiertagsdekret


Selbsthilfe für Analphabeten

Mit IRMGARD können die Nutzer in 9 Leveln mit insgesamt über 100 Übungen ihre Lese- und Schreibkompetenz trainieren. Die Aufgaben werden in Form von Bildern und/oder Videos, sowie in Schrift- und in Lautsprache dargestellt.

Alphabetisierungsfaktor Smartphone

Die weite Verbreitung von Mobiltelefonen in Transformations- und Entwicklungsländern, deren ständige Verfügbarkeit und die positive Assoziation bei Kindern und Jugendlichen sind wichtige Voraussetzungen für Initiativen zum mobilen Lernen.

Eine neue Studie der UNESCO kommt zu dem Ergebnis, dass Mobiltelefone vor allem in ärmeren Ländern eine echte Leserevolution ausgelöst haben – denn erst durch Handys und Smartphones haben viele der Einwohner dort überhaupt erst Zugang zu Büchern und Texten. Befragt wurden Leute, die eine App von Worldreader nutzen – eine Non-Profit-Organisation, die rund 6000 (fast ausschließlich kostenlose) Kindle-eBooks für leistungsschwache Mobiltelefone in Entwicklungsländern bereitstellt. Aktuell hat der Dienst knapp 300.000 aktive Nutzer pro Monat. Wer die ganze Studie lesen möchte, kann diese hier als PDF herunterladen.

Bei der Entwicklung gewisser Apps wird bewusst auf eine Hohe Zahl von Analphabetisten reagiert: Nokia hat beispielsweise gemeinsam mit der Regierung Südafrikas das Programm „Learning for Math“ ins Leben gerufen, das Schülern beim Trainieren mathematischer Fragestellungen und der Kontrolle ihrer Lernerfolge hilft. Bisher haben wir 72 Lehrer an 30 Schulen und 4000 Schüler damit erreicht. Rund 70 Prozent der Schüler nutzten die Applikation außerhalb des Schulgebäudes. Die schulischen Leistungen in Südafrika haben sich innerhalb von weniger als zwei Jahren um 14 Prozent verbessert. 2011 soll das Programm auf 150 Schulen mit 200000 Lernenden ausgeweitet werden.

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