Zum Internationalen Tag der Weltraumforschung (1) spannende Fakten über die bemannte Raumfahrt

11743009_967034016651612_6618473631242562442_nHeute feiern wir den Welttag der Weltraumforschung:
Es gilt das sinnfreie Feiertagsdekret

Weltraumforschung umfasst die Beobachtung von astronomischen Phänomenen, den Start von Raumsonden zu Planeten, Monden und Asteroiden und die Durchführung von Experimenten an Bord von Raumstationen. In dieser Artikelserie erhaltet ihr verblüffende Infos Rund um die Erforschung des Weltraums:

Fakten zur bemannten Raumfahrt

  • Gennadi Padalka hat bereits 812 Tage im All verbracht (Stand Juni 2015)
  • German Titow war bei seinem Flug mit Wostok 2 erst 25 Jahre alt. Er war zugleich der erste welcher Anzeichen der Raumkrankheit aufwies.
  • Vor den Starts der Sojus-Raketen vom Weltraumbahnhof Baikonur hält der Bus mit den Astronauten immer auf dem Weg zur Startrampe an. Sie steigen dann aus und urinieren an den rechten hinteren Reifen des Busses. Astronautinnen schütten ihren Urin aus einem Becher an den Reifen. Der Brauch geht auf Raumfahrt-Pionier Juri Gagarin zurück. Auf der Fahrt zum Weltraumbahnhof drücke ihn 1961 die Blase und er pinkelte an den Busreifen. Das Ritual soll eine sichere Rückkehr garantieren.
  • Aus dem Urin und aus der Atemluft wird im All überlebenswichtiges Trinkwasser generiert.
  • Insgesamt waren bis jetzt 534 Menschen im All – ein sehr exklusiver Zirkel.
  • Im All besteht kein Harn- oder Stuhldrang, da die Schwerelosigkeit den Urin nicht an das untere Ende der Blase beziehungsweise den Kot nicht aus dem After drückt. Astronauten sind so angewiesen, auf die Toilette zu gehen, selbst wenn kein Drang besteht, da es ansonsten irgendwann zu spät ist.
  • Willentliches Entleeren müssen die Astronauten mittels einer Kamera in der Toilettenschüssel lernen.
  • Weil in der Internationalen Raumstation ISS keine Schwerkraft herrscht, fließen beim Weinen auch keine Tränen. Es bildet sich eine Tränenblase, die größer wird, je mehr Tränen fließen.
  • Die Astronauten müssen zwei Sprachen beherrschen: Englisch und Russisch.
  • Zwei Wochen vor dem Start müssen sich die Astronauten in Quarantäne begeben. Sie werden hermetisch vom Rest der Bevölkerung abgeriegelt, um sich nicht unnötigerweise zu infizieren.
  • Mit in Quarantäne ist auch die Ersatzbesetzung. Jeder Astronaut hat einen Stellvertreter oder eine Stellvertreterin, die sofort starten könnte, falls er krank wird.
  • Ein Astronauten-Gehalt ist im Vergleich zu anderen Top-Jobs nicht üppig. Es fängt bei 5000 Euro pro Monat steuerfrei an. Nach dem ersten erfolgreichen Flug gibt es dann mehr.
  • Die Ausbildung zum Astronaut dauert vier Jahre: Sie sind Physiker, Mediziner, Biologen und Klempner zugleich.
  • Kekse werden für den Flug ins All nur so groß gebacken, dass sie mit einem Mal und daher ohne Krümelei in den Mund passen. Denn: Krümel sollen die Luftfilter der Raumfahrzeuge nicht zusetzen, diese haben die lebenswichtige Aufgabe, gefährliche Mikroschwebstoffe aus der Luft zu holen.
  • Fingernägel muss man über einem Lüftungskanal schneiden. Ohne Gravitation schwirren die Nagelstücke sonst in der Kapsel umher und könnten eingeatmet werden oder ins Auge gelangen.
  • Dass ISS-Astronauten Humor haben, bewies zuvor auch schon Chris Hadfield. 2013 schickte er via Twitter einen Bericht an William Shatner, Captain in der Original-Serie „Star Trek“. Zu seinem Abschied von den Raumstation coverte Hadfield David Bowies „Space Oddity“ aus dem All. (br, 19.4.2015)
  • Die linke Herzkammer wird bei Schwerelosigkeit um bis zu 10% kleiner und die obere Körperhälfte wird stärker als üblich durchblutet.
  • Bemannte Raumfahrt kostete bisher über 600 Menschenleben: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Katastrophen_der_Raumfahrt

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