Russisches Hotelprojekt in Crans-Montagna wirft Fragen auf

Die Gemeinde Mollens hat für die erste Etappe des Bauprojekts mit 15 Gebäuden (900 Betten) auf der Hochebene von Crans-Montana grünes Licht gegeben, ohne aufgeworfene Fragen zufriedenstellend zu beantworten, und das sind nicht wenige Fragen…

1. Die Frage der Mobilität beantworte Mollens unzureichend mit einer Anbindung an den öffentlichen Verkehr bei gleichzeitigem Bau von mehr als 500 Parkplätzen. Das erscheint durchaus etwas zwielichtig.

2. Die Wasserversorgung der Hotelanlage könnte das Tal der Tièche gefährden, wo Wasserknappheit herrscht. Schliesslich reiche der Minergie-Standard für Luxusanlagen mit geringer Auslastung nicht. Auch hierauf gibt es keine Antworten.

3. Weder der russische Baukonzern Mirax noch die Gemeinde hätten zudem ausreichende Garantien abgegeben, dass der Komplex wirklich als Hotel bewirtschaftet werde, wie es die Lex Koller über Kauf von Grundstücken durch Ausländer verlangt. Zur Zeit laufen Verhandlungen die eine Befreiung von dieser Lex Koller in Aussicht stellen; was daran gut sein soll ist unklar zumal Crans-Montagna sowieso schon mit kalten Betten zu kämpfen hat.

4. Zudem sind die verschiedenen Projektteile wie Hochhäuser, Hotelkomplex und Chalets offensichtlich ungenügend koordiniert. Das Projekt missachtet die Grundsätze der Raumplanung, wonach der Boden zurückhaltend genutzt werden soll.

Merkwürdig dass bei so vielen ungeklärten Fragen einfach mal Grünes Licht gegeben wird…

Ich finde diesen 5-Sterne Komplex für gut Betuchte sowieso eine Sauerei. Diese Snobs sollen bleiben wo sie sind.

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