Wie dickenfeindlich bist du?

Ein Test zum Lesen und Nachdenken

1. Da ich einige dicke Freundinnen habe und/oder selbst dick bin, würde ich mich als dickenfreundlich einschätzen.

A) Stimmt
B) Stimmt teilweise
C) Stimmt nicht

2. Ich spreche mit meinen dicken Freundinnen übers Abnehmen, über Diäten, übers Essverhalten.

A) Trifft immer zu
B) Trifft manchmal zu
C) Trifft nie zu

3. In einer perfekten (egalitären und gewaltfreien) Gesellschaft wären alle Menschen normalgewichtig. Denn Übergewicht und Untergewicht sind Anomalien, die von tiefsitzenden Problemen oder Traumata verursacht werden.

A) Stimmt
B) Stimmt teilweise
C) Stimmt nicht

4. Dicke Frauen essen zu viel und/oder zu fett und ungesund, sonst wären sie nicht so dick. Mit anderen Worten, zu viel und zu fettes Essen macht dick und wenig und fettfreies Essen macht schlank.

A) Stimmt
B) Stimmt teilweise
C) Stimmt nicht

5. Dicke Frauen und Mädchen sind meist gemütlicher, bequemer und ein bisschen fauler und sie bewegen sich nicht so gerne und nicht so gut.

A) Stimmt
B) Stimmt teilweise
C) Stimmt nicht

6. Ich kann verstehen warum dicke Frauen verspottet werden. Sie sind ja auch so witzig mit ihren dicken Körpern und letztendlich sind sie an ihrem Körper auch selbst Schuld.

A) Stimmt
B) Stimmt teilweise
C) Stimmt nicht

7. Wenn eine dicke Frau einen Minirock, eine Röhrenjeans oder sonstige körperbetonte oder schrille Kleidung trägt, finde ich das peinlich. Frauen sollten sich ihrer Figur entsprechend kleiden, dann werden sie auch respektiert.

A) Stimmt
B) Stimmt teilweise
C) Stimmt nicht

8. Dicke Menschen haben genauso viel zum Anziehen wie dünne Menschen, da gibt es überhaupt keinen Unterschied, weder bei den Farben, den Schnitten noch bei den Preisen.

A) Stimmt
B) Stimmt teilweise
C) Stimmt nicht

9. Mich ekelt es ein bisschen vor fetten Menschen, denn sie schwitzen und sind ungepflegt.

A) Trifft immer zu
B) Trifft manchmal zu
C) Trifft nie zu

10. Ich stehe vor dem Spiegel und finde mich zu dick bzw. eine bestimmte Stelle an mir zu dick.

A) Trifft immer zu
B) Trifft manchmal zu
C) Trifft nie zu

11. Auch wenn mir ein Kleidungsstück sehr gut gefällt, trage ich es nicht, wenn es meine sogenannten Problemzonen betont oder mich insgesamt breiter aussehen lässt.

A) Trifft immer zu
B) Trifft manchmal zu
C) Trifft nie zu

12. Ich vergleiche mich mit anderen Frauen und bin erleichtert, wenn ich feststelle, dass ich dünner bin.

A) Trifft immer zu
B) Trifft manchmal zu
C) Trifft nie zu

13. Welche Konfektionsgrößen werden in herkömmlichen Modegeschäften verkauft?

A) Alle
B) Viele (mit den Extremgrößen als Ausnahmen)
C) 32 – 44 (XS – L)

14. Ab welchem BMI (Body-Mass-Index) dürfen Menschen nicht mehr pragmatisiert werden?

A) Da gibt es keine Grenzen.
B) Weiß ich nicht.
C) BMI 30

15. Warum gehen dicke Frauen nicht gerne zum Arzt/zur Ärztin?

A) Weil sie dick sind und »die Wahrheit« nicht hören wollen.
B) Wer geht denn schon gern zum Arzt?
C) Weil sie beschämt, gedemütigt, nicht ernst genommen und schlecht behandelt werden.

16. Was soll der Arzt/die Ärztin behandeln wenn dicke Frauen zu ihnen kommen?

A) Ihr Gewicht.
B) Ihre Esssucht.
C) Die Krankheit weshalb sie den Arzt/die Ärztin aufsuchen.

17. Warum sind die Ratschläge der ÄrztInnen zum Abnehmen (Diäten, Tabletten, Magenoperationen) nicht gesund?

A) Sie sind gesund, das weiß doch mittlerweile jede/r.
B) Ich kann nicht glauben, dass sie von ÄrztInnen empfohlen werden, wenn sie nicht gesund sind. Sprich, ich bin auch gegen den Schlankheitswahn, aber extremes Übergewicht ist doch lebensbedrohlich.
C) Sie haben schwere Nebenwirkungen – die psychische und physische Leiden nach sich ziehen.

18. Wer verdient Geld an den angeblich gesunden Methoden zum Abnehmen?

A) KeineR. Damit kann man kein Geld verdienen.
B) Die Frage habe ich mir noch nie gestellt.
C) Unter anderem die Pharmaindustrie, die ÄrztInnen und die Lebensmittelindustrie.

19. Womit werden dicke Frauen täglich konfrontiert?

A) Mit der Wahrheit.
B) Mit allem womit auch andere konfrontiert werden.
C) Mit Vorurteilen, Hass, Verachtung, Spott, Scham und einer unzureichenden Infrastruktur.

20. Wie kann ich dicke Frauen unterstützen?

A) Indem ich ihnen zeige wie sie abnehmen.
B) Indem ich ihnen zeige, wie sie sich vorteilhaft und kaschierend kleiden und stylen.
C) Indem ich sie so mag wie sie sind und mich gemeinsam mit ihnen für ihre Anliegen einsetze.

Auswertung

A. Dein Bild von dicken Frauen ist sehr von Stereotypen geprägt. Vielleicht solltest du deine Vorurteile mal ein bisschen hinterfragen.

B. Du bist auf den ersten Blick dickenfreundlich. Tief im Inneren scheint sich aber eine Angst vor dem Dicksein festgesetzt zu haben, die du dir durchaus mal genauer ansehen könntest.

C. Gratulation! Du siehst Dicksein als Teil der Vielfalt und bist dir gleichzeitig der Diskriminierung dicker Frauen bewusst.

Text: ARGE Dicke Weiber

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