Erbschaftssteuer: Eigennutz versus Solidarität

Demografie und Fortschritt sind zu Feinden der Altersvorsorge geworden, statt zu einem Grund für Freude und Hoffnung. Selbst die OECD empfiehlt dem Schweizer Volk, die Schere zwischen Arm und Reich etwas fester in die Hand zu nehmen. Erbschaften zu diesem Zweck zu besteuern ist dafür der mit Abstand der patenteste Versuch einer Lösung.

Was ist das für ein Volk, das die Altersvorsorge kommender Generationen riskiert nur um den Reichtum einzelner zu sichern?

Wir erhalten derzeit eine karikierte Form der Monarchie aufrecht (Wer hat, dem wird gegeben). Der Mittelstand ist leider zu eisern mit dem Wahren seiner Interessen beschäftigt um zu bemerken wie der Standard für seine Klasse nicht mit den Entwicklungen Schritt gehalten hat: Heute gilt das Recht des Reicheren und verkauft wird es uns als Wohlstand, den wir alle zu erreichen im Stande seien; während der Staat immer mehr Sozialhilfeausgaben tragen muss, und namenlose Fremde an unserer Arbeit verdienen, ohne einen Finger gerührt zu haben.

Was ist das für ein Mensch, der jede Form des Einkommens besteuern lässt ausser dasjenige welches den Tod eines Menschen fordert nicht?

Die Debatte um die Einführung einer Erbschaftssteuer ist im Grund genommen eine Beleidigung des Zeitgeistes: Statt sich mit der landesweiten Gewährleistung der Existenzsicherung im Alter zu beschäftigen, beschäftigen sich offenbar reichlich viele Erbsenzähler nur damit, ihre wirtschaftliche Position zu sichern. Es wird ein Leichtes sein, die von diesen Egoisten geschürten Ängste bezüglich der kleinen und mittelgrossen Betriebe in der Schweiz mit Hilfe einer durchdachten Umsetzung als unangebracht zu entlarven.

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