Der Weltlinkshändertag

the-wonders-within-your-head-infographicDer 13. August ist der Internationale Tag der Linkshänder. Hier ein paar sinnfreie Fakten über Händigkeit:

Es gilt das sinnfreie Feiertagsdekret

  • Die Händigkeit, stellvertretend für die Präferenz einer Körperhälfte, ist angeboren.
  • Ein Linkshänder-Gen ist bis heute nicht gefunden.
  • Viele Kinder nuckeln bereits im Mutterleib am Daumen der dominanten Hand.
  • Schon vor einer halben Million Jahren war das Verhältnis von Rechts- und Linkshändern in etwa gleich wie heute.
  • Manche Wissenschaftler glauben, der Prozentsatz läge heute bei bis zu 50 Prozent und verweisen auf die hohe Dunkelziffer, verursacht durch die „Pseudo-Rechtshänder“
  • Je anspruchsvoller die Aufgaben werden, desto deutlicher fällt der Anteil sogenannter „Beidhänder“ auf Null: jeder hat eine Dominante Seite.
  • Weder durch eine aktive Umerziehung noch unbewusste Anpassung wird der Linkshänder zum Rechtshänder. Es übernehmen lediglich andere Hirnareale die Steuerung des Bewegungsapparates: eine zerebrale Fehlbelastung, die lebenslang spürbar sein kann.
  • Bei den Simpsons gibt es fast nur Linkshänder, weil Groening auch einer ist.
  • In Ghana darf man als Linkshänder nicht König werden.
  • Burger King warb 1998 mit der Einführung eines um 180 Grad gedrehten Burgers speziell für Linkshänder. Die Anzeige erschien am 1. April, was etliche Kunden nicht davon abhielt, diesen Burger zu bestellen, beziehungsweise auf dem für Rechtshänder zu bestehen.
  • Antike Römer neigten dazu, linkshändige Sklaven als „beschädigte Ware“ zurückzugeben oder zumindest Rabatt für sie rausschlagen zu wollen.
  • Im Japan von einst durfte sich ein Mann von seiner Frau scheiden lassen, wenn er herausfand, dass sie Linkshänderin ist.
  • Der Philosoph Empedokles glaubte im 5. Jahrhundert vor Christus, der Uterus der Frau sei zweigeteilt. Rechts entstünden Jungen, links Mädchen.
  • Sein Zeitgenosse Anaxagoras empfahl hingegen Männern, die einen Sohn zeugen wollten, sich den linken Hoden abzuschnüren. Die männlichen Spermien befänden sich im rechten, bei den meisten Männern der größere. Noch im 18. Jahrhundert ließ sich mancher französische Adlige den linken Hoden deshalb gleich amputieren.
  • Noch immer übersehen Eltern gerne eine angeborene Linkshändigkeit: Gegenstände immer mittig vor dem Kind ablegen, damit es selbst entscheiden kann, mit welcher Hand es zugreift.
  • Es gibt Rückschulungen, in denen ein Therapeut analysiert, ob eine natürliche Linkshändigkeit vorliegt, und die angeborenen Fähigkeiten wieder fördert.
  • Noch heute wird die Händigkeit fälschlicherweise mit Allergie- und Suchtanfälligkeit, Unfallgefahr, Sterblichkeit oder Krankheitsanfälligkeit in Verbindung gebracht: In der Linkshänderforschung wurden statistische Korrelation und Kausalität viele Jahre lang in den selben Topf geworfen. Wahr ist: Ob ein Mensch Rechts- oder Linkshänder ist, beeinflusst die Wahrnehmung und Interpretation seiner Außenwelt – aber wie genau, das ist eine Frage der Qualia-Forschung…
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