Stalden: Wenn der Bürger die Zeche bezahlt
Das Walliser Kantonsgericht entspricht mit seinem Urteil vom 2.2.2011 den Wünschen des Regionalrates Stalden und Umgebung, welcher von Anfang an in Kauf genommen hat die missbräuchliche Kündigung eines Lehrers auf Kosten der Steuerzahler durchzuboxen:
Gestern wurde die Pressemitteilung des Kantonsgerichtes vom 2.4.2011 durch den Aether gejagt, dass Valentin Abgottspon kein Anrecht auf Wiedereinstellung in der Schule von Stalden hat, jedoch eine finanzielle Entschädigung einfordern kann sollte sich zeigen, dass seine fristlose Kündigung mit Entzug der aufschiebenden Wirkung missbräuchlich war. Der Befund darüber steht von Seiten Kantonsgericht noch aus.
Valentin Abgottspon wurde aufgrund seiner Forderung, konfessionelle Neutralität in seinen Arbeitsräumen in der Schule Stalden herzustellen, fristlos gekündigt mit der Begründung, seine Ausbildung würde nicht ausreichen für die Ausübung seiner Tätigkeit und zudem sei das Vertrauensverhältnis zerstört. Die Argumente für die Kündigung waren der Behörde aber erst “ins Auge gesprungen” nachdem sie festgestellt hatte, dass das Kruzifix im Schulraum des betreffenden Lehrers nicht mehr hängt (auch wenn dies schon seit über einem Jahr der Fall war und damit auch versinnbildlicht, wie scheissegal dieses Symbol der Behörde im Grunde genommen war).
Liebe Staldner,
ich hoffe ihr freut euch schon auf eure Rechnungen für die Gemeindesteuern! Offenbar bezahlt ihr ja gerne dafür; zum Schutze der Tradition! Das könnte eine teure Investition in den Denkmalschutz werden, aber gemäss eurem Gemeindepräsidenten Egon Furrer bezahlt ihr ja gerne dafür dass ein kompetenter Lehrer NICHT unterrichtet.
Denkt ruhig weiterhin, man könne im Wallis die Gesetze verbiegen und verdrehen wie es einem passt! Ihr werdet noch merken, was das weltliche Gericht dazu zu sagen hat!
Redet euch ruhig ein, man würde die Walliser in der ganzen Schweiz lieben und verdrängt dabei bitte weiter, dass man euch in der ganzen Schweiz für eine Lachnummer hält! Nicht ihr seid etwas Besonderes, sondern die Topographie!
Bildet euch ruhig ein ihr würdet einen Lehrer entlassen dürfen nur weil er euren Kindern eine religiöse Freiheit zugestehen will, welche von Christen wohl als Bedrohung denn als Gnade betrachtet wird.
Seid bitte weiterhin zu faul um euren Kindern die religiösen Dogmen selber näher zu bringen und mit ihnen in die Kirche zu gehen!
Bitte seid auch weiterhin zu eitel um Kruzifixe um den Hals zu hängen um statt dessen die Umgebung mit Gipfelkreuzen in einen Friedhof zu verwandeln!
Und bitte seid auch weiterhin so ungebildet um zu ignorieren, dass weit mehr Menschen unter dem Symbol des Christentums gestorben sind als unter Hitlers Hakenkreuz!
Verharrt weiter in der Hoffnung, dass man jemanden nur fest genug hassen muss damit er verschwindet!
Ihr, liebe Staldner, hattet die Möglichkeit euren Gemeindepräsidenten ins Gewissen zu reden. Statt dessen habt ihr einen Unschuldigen dafür bestraft, dass er seine verfassungsmässigen Rechte eingefordert hat.
Wollen wir für die Staldner BürgerInnen hoffen, dass unterlassene Hilfeleistung im Katholikenhimmel ein Kavaliersdelikt ist!







